20. Januar 2026

Aitor Ruibal García

Es gibt Fußballer in den Ligen, die so etwas wie ein Zuhause sind. Figuren, die über Jahre hinweg ins eigene Fußballleben einsickern und dort bleiben, weil sie Vertrauen, Nähe und dieses schwer zu erklärende Savoir-faire verkörpern. Man braucht nur einen Blick, um mit ihnen zu fühlen; sie wecken Sympathie und Verbundenheit ganz ohne Anlauf. Nicht du suchst sie dir aus – sie sind es, die dich finden.

Spieler als Zuhause

Es sind Männer, die einen als Zuschauer und Anhänger in eine innere Sicherheitszone versetzen. Spieler, die man nach Jahren von Arbeit, Vereinstreue, Anstrengung, Qualität, Leidenschaft und konstant hohem Leistungsniveau untrennbar mit einem Klub verknüpft – bis sie im eigenen Kopf zur bekannten Gestalt werden, fast wie ein Nachbar, den man seit Ewigkeiten grüßt.

Aitor Ruibal, die vertraute Figur

Der gute Aitor Ruibal García (Sallent de Llobregat, Provinz Barcelona, Jahrgang 1996) gehört zu diesem erlesenen Kreis von Gesichtern, bei denen man schon beim Auflaufen aufs Grün ahnt, was kommt. Der Katalane ist eine stille Konstante, ein verlässlicher Wert in einem Fußball, der immer flüchtiger, unpersönlicher und ätherischer wirkt.

Zehn Jahre Grün und Weiß

Seit 2016 steht er bei Real Betis unter Vertrag, ein ganzes Jahrzehnt angefüllt mit Einsatz, Selbstverzicht, Vielseitigkeit, Verpflichtung und Qualität. Ob als Außenverteidiger, auf dem Flügel, als Schienenspieler oder in der vordersten Linie – es ist ihm gleich, wo man ihn hinstellt, er liefert immer. Spieler wie er sind ein Schatz für jeden Trainer, und Menschen wie Aitor machen gerade die sonst zu unpersönliche La Liga in Spanien zu einem entschieden wärmeren Ort.

Poetik eines Doppelpacks

Sein Doppelpack gestern gegen Getafe wirkt wie ein Stück poetische Gerechtigkeit in einem oft gnadenlosen Geschäft. Es hat etwas zutiefst Tröstliches, wenn man sieht, dass guten Menschen gute Dinge widerfahren.