Workflow

Ich hatte ja schon mal erwähnt, dass ich neuerdings das iPad Pro 10.5 im Einsatz habe. Mittlerweile konnte ich es in meinen täglichen Workflow einbinden und ich bin sehr angetan. Das Zusammenspiel mit dem Apple Pencil, aber vor allem mit der dazugehörigen Tastatur klappt hervorragend. Dadurch bin ich blitzschnell einsatzbereit und weil quasi nur Tastatur und Display existieren, kann ich mich sehr gut aufs Wesentliche konzentrieren.

Vor allem tippe ich unheimlich gerne auf der Tastatur. Ich habe hier zwar nicht mein gewohntes Schriebprogramm (Papyrus) mit all seinen Vorteilen, aber ein einfacher Texteditor reicht für einen Entwurf auch aus. Zudem habe ich auch WORD auf dem iPad, was bislang mit der Anbindung an OneDrive auch ganz gute Dienste leistet.

Ich liebe die Tastatur beim iPad Pro 10.5

Kurzum: das iPad hat sich für mich vom reinen Wiedergabegerät (Surfen, Filme schauen) zu einem echten Arbeitsmittel entwickelt. Und zwar nicht nur für Notfälle, sondern auch ganz bewusst, selbst wenn Mac oder MacBook zur Verfügung stehen. Die Haptik ist einfach klasse und ich kann wirklich produktiv arbeiten.

Natürlich stößt das System noch an Grenzen. So ist z.B. die WordPress App schon recht gut, kommt aber im Detail nicht an die Browseroberfläche heran. Das heißt, ich muss dann irgendwann doch via Browser dran – zeitaufwändiges Einloggen inklusive. Dazu kommt die Bildbearbeitung, die trotz Pixelmator und Affinity auf dem iPad deutlich weniger komfortabel ist, als auch dem MacBook. Jedenfalls für meine Zwecke. Zudem ist natürlich das fehlende File-System beim iPad ein Nachteil. Doch das soll sich ja mit der neuen Version im Herbst grundlegend ändern. Wenn man die Daten endlich ablegen und wie im Finder (Explorer bei Windows) verwalten kann, sollte die Produktivität noch besser werden. Überhaupt sollen ja die neuen Funktionen eine Art Quantensprung bedeuten, wenn man die Beta-Tester beim Wort nimmt.

Mein Zwischenfazit: Das iPad bereichert meinen Workflow, ich bin noch ein Stück flexibler geworden. Auch unter sehr beengten Bedingungen kann ich mit dem iPad auf den Knien mit der Tastatur, die blitzschnell ausgeklappt ist, schnell und sicher schreiben. Gewicht und Umfang sind selbst zu einem MacBook-Air ein echter Vorteil. Die Anbindung ans Internet erfolgt über WLAN – oder unterwegs ganz fix per Hotspot übers iPhone. Für meine Bedürfnisse reicht daher ein iPad ohne SIM-Slot vollkommen aus.