Kellyanne Conway auf der Couch

Ein gutes Beispiel für Empörungswellen, die sowohl schwachsinnig als auch ermüdend sind, ist der „Skandal“ um Kellyanne Conway. Die Beraterin von Präsident Trump „flätzte“ sich mit Schuhen auf der Couch im Oval Office. Das entsprechende Foto, wie die 50-Jährige dort sitzt, machte schnell die Runde. Und es hatte natürlich einen riesigen Aufschrei zur Folge.

Die ach so respektlose Aktion von Conway klärte sich auf (sie hatte ein Foto aus einem bestimmten Winkel machen sollen und musste sich dafür auf dem Sofa ‚verdrehen‘), doch auch so ist es lächerlich genug, was daraus gemacht wurde.

Es zeigt aber gleichzeitig das ganze Dilemma. Aus jeder Mücke im Zusammenhang mit Trump wird ein Elefant gemacht. Das hat zur Folge, dass es viel zu ermüdend ist, die ganzen Meldungen ernsthaft zu verfolgen. Man muss gar keine Fake-Fakten erfinden, sondern alleine die ganzen Nichtigkeiten betäuben dermaßen, dass die wirklich wichtigen Dinge nicht erkannt werden.

Für mich bleibt vom Conway-Skandal nur die Erkenntnis: Die Möbel im Oval Office sind hässlich und Frau Conway ist doch irgendwie unkonventionell flott. So what?