RIP, Leonard Cohen

82 Jahre alt wurde Leonard Cohen, der kurz nach Erscheinen seines letzten Albums „You want it darker“ verstorben ist. Sein letztes Werk ließ keinen anderen Schluss zu, als dass Cohen an der Schwelle stand.

Ich habe ihn erst in seinen späten Jahren richtig schätzen gelernt und bin dankbar, dass er als ‚alter Mann‘ nochmal auf Tour gegangen ist. Am Mittwoch, den 1. Juli 2009 habe ich ihn in Köln auf der Bühne erleben dürfen. Es war das beeindruckenste Konzerterlebnis ever.

Sieben Jahre später ist Leonard Cohen endgültig von der Bühne getreten. RIP.

Damals notierte ich mir zum Konzert:

Als es los ging, wusste ich sofort, dass sich die 85 EUR pro Karte absolut gelohnt haben. Es war das erwartet geniale Konzert. Ganz tolle Musiker, sensationelle Backround-Sängerinnen und ein Leonard Cohen, für den es eigentlich keine Worte gibt. Ich weiß nicht, welches Superlativ man bemühen sollte. Welch eine Stimme, welch eine Auststrahlung dieses fast 75-Jährigen Mannes, der oft niederkniete und völlig in seinem Gesang aufging. Der so respektvoll mit seinen Musikern umging. Ein grandioses Erlebnis.

Die Gänsehaut krabbelte eigentlich permanent den Rücken rauf und runter. Überwältigend, wie Cohen einen in seinen Bann zog und als er Recitation w/ N.L. vortrug, hatte ich unsäglich damit zu kämpfen, nicht loszuheulen.

Ich hätte ihm noch stundenlang zuhören können. Selbst am Ende, als er sich sogar noch beim Busfahrer bedankte. Diese Stimme … er hätte wegen mir das Telefonbuch von Köln vorlesen können. Ich wäre ehrfürchtig stehen geblieben. Eine Verneigung vor einem großen, alten Mann.